Notice: Undefined offset: 0 in /home/a1188469/domains/yevent.org/public_html/wp-content/themes/yevent/template-parts/content-post.php on line 41
Notice: Undefined index: open_map_option in /home/a1188469/domains/yevent.org/public_html/wp-content/plugins/yamaps/yamap.php on line 199
Notice: Undefined index: authorlink_map_option in /home/a1188469/domains/yevent.org/public_html/wp-content/plugins/yamaps/yamap.php on line 251
Als ich die ersten Hochbeete aus Lärchenholz baute, dachte ich, das war’s. Aber dann kamen die Abende, an denen ich einfach nur dasitzen wollte, ohne gleich alles abräumen zu müssen. Ein kleiner Feuertisch aus Stahl mit einer Glasplatte wurde mein neuer Mittelpunkt. Darauf kann ich Tee kochen oder einfach die Flammen beobachten. Die Sitzgruppe darum herum besteht aus zwei Sesseln mit dicken Polstern. Für den Fall, dass jemand länger bleibt, habe ich eine wersalka im Gartenhaus aufgestellt – eine simple Liege, die man mit einem Kissen zum Bett macht. Das ist nicht elegant, aber praktisch. Und genau das schätze ich am Garten gestalten: Es muss nicht perfekt sein, sondern funktional.
Die meisten meiner Kunden haben Angst vor Farbe. Sie greifen zu cremeweiß, weil es sicher wirkt. Aber Sicherheit kann auch langweilig sein. Ich empfehle stattdessen, mit einer Farbpalette für die Wohnung zu arbeiten, die einen dominanten Ton, einen Nebenton und einen Akzent umfasst. Der dominante Ton geht an die Wände, meist 60 Prozent der Fläche. Der Nebenton kommt auf größere Möbel wie das Sofa oder den Teppich. Und der Akzent? Der darf knallen. Ein Kissen in Senfgelb, eine Vase in Tannengrün. In meiner eigenen Wohnung habe ich die Wände in einem warmen Graubeige gestrichen, das sich je nach Tageslicht verändert. Dazu ein tiefgrüner Samtsessel und ein Poster mit Goldrahmen. Das wirkt harmonisch, ohne steril zu sein.
Besonders knifflig wird es bei kleinen Räumen. Viele denken, weiße Wände lassen einen Raum größer wirken. Stimmt nicht immer. In meinem 18-Quadratmeter-Studio habe ich die Decke in einem hellen Blaugrau gestrichen. Das lenkt den Blick nach oben und lässt den Raum höher erscheinen. Die Wände sind in einem warmen Creme, das an Vanillepudding erinnert. Dazu ein Bett mit einem 16 cm dicken Matratzenpiankows auf Stelaz listwowy, das ich mit einem hellen Leinenbezug verkleidet habe. Der Trick: Ich habe die Farbe des Bezugs exakt auf den Wandton abgestimmt. So verschmilzt das Bett mit der Wand und nimmt weniger visuellen Raum ein. Die Farbpalette für die Wohnung muss also nicht kompliziert sein, sie muss nur durchdacht sein.
Ein klassisches Problem in kleinen Küchen ist der fehlende Platz für eine separate Essbeleuchtung. Hier kommt die Deckenleuchte ins Spiel, die oft vernachlässigt wird. Statt einer einzelnen Lampe in der Raummitte setze ich auf mehrere kleine Spots oder eine lange Pendelleuchte über der Arbeitsinsel – falls Sie eine haben. In engen Zeilenküchen reicht oft eine dimmbare Schiene mit drei bis vier Strahlern, die Sie flexibel ausrichten können. Dimmbarkeit ist übrigens kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit: Zum Kochen brauchen Sie helles Licht, zum Frühstücken oder abendlichen Plausch eher eine gemütliche Stimmung. Die Steuerung per Funk oder Wanddimmer kostet nicht viel, macht aber einen riesigen Unterschied. Denken Sie daran, dass die Leuchten nicht tiefer als 30 Zentimeter über der Arbeitsfläche hängen sollten, sonst stoßen Sie sich den Kopf.
Die größte Herausforderung war der Platz für Übernachtungsgäste. In meiner Wohnung steht ein schmales Sofa, aber für Freunde, die im Sommer bleiben, wollte ich eine Lösung finden, die nicht den ganzen Garten zustellt. Ich entschied mich für eine stabile Liege mit Auflagen, die tagsüber als Bank dient und abends mit einem dicken Kissen zum Bett wird. Das klingt simpel, aber die Wahl des Materials war entscheidend. Holz zieht Feuchtigkeit, Metall wird heiß in der Sonne. Ich griff zu einem wetterfesten Polyrattan-Set mit einer dicken Schaumstoffauflage – 8 cm hoch, damit es sich wie ein richtiges Bett anfühlt. So kann ich spontan eine Matratze drauflegen und meine Gäste schlafen unter dem Sternenhimmel. Der Garten gestalten bedeutet für mich auch, solche flexiblen Elemente einzuplanen.
Und dann ist da noch die Sache mit dem Licht. Künstliches Licht verfälscht Farben enorm. In meiner Küche habe ich eine Wand in einem kühlen Minzgrün gestrichen. Unter der warmen Deckenlampe sah es plötzlich gelbstichig aus. Ich habe dann auf LED-Streifen mit einstellbarer Farbtemperatur umgerüstet. Jetzt kann ich zwischen Tageslichtweiß fürs Kochen und warmem Licht fürs Abendessen wechseln. Die Wandfarbe wirkt jetzt immer richtig. Das ist einer der wichtigsten Tipps, die ich gelernt habe. Teste deine Farbe immer bei verschiedenen Lichtverhältnissen. Am besten mit einer kleinen Lampe, die du nachts einschaltest.
